DIE ÄRA DER AK-PARTEI IST VORBEI!
Die Türkei am Scheideweg
Der internationale Geschäftsmann und BWA-Präsident Çetin Ay äußerte sich zu wichtigen Aspekten der politischen und wirtschaftlichen Zukunft der Türkei. Er wies auf den stillen Ruf nach Veränderung hin, der aus allen Teilen der Türkei kommt, und betonte, dass das Land nach Erdoğan einen neuen Kurs einschlägt.
Hier Çetin Ays Einschätzungen:
Überall in der Türkei, in Cafés, auf Plätzen und an Arbeitsplätzen, hallt dieselbe Frage wider:
„Was kommt nach Erdoğan?“
Es geht nicht nur um einen Machtwechsel.
Diese Frage deutet vielmehr auf einen Wandel hin, der die nächsten Jahrzehnte, ja sogar ein Jahrhundert, prägen wird.
Die Bevölkerung will jetzt Taten sehen, nicht nur Worte; Ergebnisse sehen, nicht nur Versprechungen; Stabilität sehen, nicht nur Krisen.
Es gibt Ängste, aber auch große Erwartungen.
Doch wenn die richtigen Schritte unternommen werden, kann für die Türkei, die sich aus der Krise erhebt, eine Ära der Chancen beginnen.
Und jetzt ist das, was getan werden muss, wichtiger denn je.
Was für die neue Türkei getan werden muss, ist klar.
Zuallererst muss eine Produktionsmobilisierung eingeleitet werden.
Die aus China abwandernden Produktionskapazitäten können in den anatolischen Gebieten der Türkei neue Fabriken, neue Arbeitsplätze und neue Hoffnungen schaffen.
Keine Nation, die ohne Produktion wächst, kann auf Dauer überleben.
Es ist unerlässlich, die Industrie nicht nur durch Reden, sondern durch harte Arbeit und Fleiß zu fördern.
Anreize sollten nun auf reale Produktion ausgerichtet sein, nicht nur auf Projekte auf dem Papier;
kleine und mittlere Unternehmen sollten direkt unterstützt werden.
Die Bürokratie sollte aufhören, den Industriellen zu schaden, und stattdessen zu ihren Partnern werden.
Von Entwicklung zu sprechen, ohne die Produktion zu steigern, ist eine Illusion.
Die Wiederherstellung des finanziellen Vertrauens ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung.
Wenn ein Land in seiner Geldpolitik nicht unabhängig ist, können auch seine Wirtschaft und Politik nicht unabhängig sein.
Die Zentralbank muss völlig unabhängig agieren;
alle Fragen der Anleger müssen durch Transparenz ausgeräumt werden.
Statt in die Märkte einzugreifen, sollte sie sich an Recht und Vernunft orientieren.
Mit der Stärkung des Investitions- und Produktionsklimas in allen Teilen der Türkei wird unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit Fuß fassen. Denn Geld fließt durch Vertrauen, nicht durch Emotionen; und Vertrauen gründet auf Gerechtigkeit, Beständigkeit und Berechenbarkeit.
Und die schwierigste Frage: Gerechtigkeit.
Investoren, junge Menschen und Unternehmer fragen sich: Wird in diesem Land Gerechtigkeit herrschen?
Ein System, in dem die Mächtigen und nicht die Gerechten gewinnen, wird die Erschöpfung nur verstärken.
Ohne die Wiederherstellung der Gerechtigkeit wird sich weder die Wirtschaft erholen noch Hoffnung keimen.
Für das neue Jahrhundert der Türkei muss Gerechtigkeit nicht nur in Gerichtssälen, sondern auf jeder Straße, in jeder Fabrik und in jedem Haus spürbar sein.
Wir stehen an einem historischen Wendepunkt.
Bei dieser Wahl geht es nicht nur um das Abstempeln eines Stimmzettels, sondern um die Gestaltung der Zukunft.
Diese Nation will die Früchte ihrer Geduld ernten.
Dieses Land wird diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die ihren Fleiß nicht anerkennen.
Die neue Ära:
Es ist möglich, eine Türkei zu schaffen, in der Produzenten hoch geschätzt werden,
in der das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederhergestellt wird,
in der wirtschaftliche Entscheidungen nicht über Nacht geändert werden,
und in der junge Menschen nicht davon träumen, ins Ausland zu gehen.
Alles, was es dazu braucht, sind Wille, Aufrichtigkeit und Vision.
Während die Türkei im Inland produziert, muss sie auch Kraft aus ihren Wurzeln im Ausland schöpfen.
Die Brüderschaft mit der türkischen Welt sollte durch stärkere Bande geschmiedet werden.
Denn eine Nation, die sich auf ihre eigenen Wurzeln stützt, wird nicht vom Wind umgeweht.
Wenn die Zukunft von heute an richtig gestaltet wird,
wird die Türkei nicht nur einer neuen Regierung, sondern einer neuen Zivilisation entgegensegeln.
Und dies sollte nicht vergessen werden:
Das Schicksal dieser Nation hat sich noch nie einem Sturm ergeben; Und das wird auch in Zukunft so bleiben.
Çetin Ay schloss seine Ausführungen mit folgenden Worten:
„Ich grüße unsere geliebte Nation mit Respekt und Liebe.“
Çetin Ay
Internationaler Geschäftsmann – Präsident der BWA