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Çetin Ay Logosu

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16. März 2026
Zuletzt aktualisiert:

ÇETİN AY SAGT: "WENN DIE OPTION HUNGERT, WÄHREND DIE ANHÄNGER VOLL SIND, WIRD EINHEIT ZU KREBS."

Es finden Wahlen statt.

Wahlurnen werden aufgestellt.

Stimmen werden abgegeben.

Der Gewinner wird die Regierungspartei.

Die Macht wird ergriffen.

Autorität wird erlangt.

Die Ressourcen des Staates werden verwaltet.

Genau hier beginnt Führung.

Denn Macht zu erlangen ist eine Errungenschaft.

Macht aber gerecht auszuüben, das ist Führung.

Staatsverwaltung ist wie ein Festmahl.

Der Tisch wird gedeckt.

Die Vorspeise wird serviert; Ernennungen werden vorgenommen, Positionen verteilt.

Dann kommt der Hauptgang; große Aufträge werden vergeben, große Projekte verteilt.

Dann kommt der Nachtisch; Reichtum wird gefestigt, Macht wächst.

Die am Tisch Sitzenden essen.

Dann wird Tee getrunken.

Doch Tee ist nicht nur ein Getränk.

Tee ist eine Pause.

Eine Auszeit.

Ein Moment der Besinnung.

Tee bedeutet, sich daran zu erinnern:

Nur diejenigen, die für uns gestimmt haben, leben nicht in diesem Land.

Es gibt auch diejenigen, die nicht für uns gestimmt haben.

Es gibt auch jene, die in der Opposition sind.

Es gibt auch einen großen Teil dieses Landes.

Es gibt Geschäftsleute.

Es gibt Beamte.

Es gibt Handwerker.

Es gibt junge Menschen.

Auch sie wollen Gerechtigkeit.

Auch sie wollen ihren Lebensunterhalt verdienen. Auch sie wollen am Wohlstand dieses Landes teilhaben.

Doch meistens werden sie außen vor gelassen.

Die Befürworter sitzen mit am Tisch.

Die Gegner stehen draußen.

Die Vorspeisen sind serviert. Termine wurden vereinbart. Der Hauptgang wurde geteilt. Große Aufträge wurden vergeben. Der Nachtisch wurde gegessen.

Jetzt ist es Zeit für Tee.

Jetzt ist es Zeit für Gerechtigkeit und Gleichheit.

Und es ist Zeit für jene, die außen vor bleiben.

Wahre Führung wird genau hier auf die Probe gestellt.

Es ist leicht, mit denen zu gehen, die einem nahestehen.

Großartige Führung bedeutet auch, Menschen aus der Ferne einzuladen.

„Bringt meine Kritiker mit. Ladet meine Gegner ein. Setzt diejenigen an diesen Tisch, die mich nicht gewählt haben.“

So entwickelt sich Führung.

Denn es geht nicht nur ums Geld.

Es geht um Gerechtigkeit.

Es geht um Chancengleichheit.

Es geht um die Verteilung staatlicher Mittel.

Gerechtigkeit findet sich nicht nur vor Gericht.

Gerechtigkeit findet sich bei Ernennungen.

Sie findet sich bei Ausschreibungen.

Sie findet sich bei der Personalbesetzung.

Sie findet sich bei Projekten.

Sie findet sich in den Kommunen.

Sie findet sich bei der Einkommensverteilung.

Wenn die Türen des Staates nur für Günstlinge offen stehen, ist das keine Macht.

Das ist Ungerechtigkeit.

Bürger wollen Dienstleistungen, keine Diskriminierung.

Bürger wollen Gerechtigkeit, keine Diskriminierung.

Der Staat gehört nicht nur denen, die für die Regierungspartei gestimmt haben, sondern der gesamten Nation.

Vertrauen entsteht, wenn der Staat allen gleichgestellt ist.

Wenn Vertrauen entsteht, stärkt sich die Gesellschaft.

So wird die innere Stärke aufgebaut.

Denn die innere Stärke ist die Ehre der äußeren.

Die wahre Stärke eines Staates liegt nicht nur in seinen Grenzen, sondern auch in seiner Gesellschaft. Schwächt sich die Gerechtigkeit, schwächt sich die innere Stärke. Geht das Vertrauen verloren, schwächt sich der Staat.

Die innere Stärke wird nicht durch Reden, sondern durch Gerechtigkeit gestärkt.

Größe bedeutet Inklusion.

Größe ist ohne Gleichheit unmöglich.

Führungskräfte, die Geschichte schreiben, sind nicht nur Wahlsieger.

Führungskräfte, die Geschichte schreiben, sind diejenigen, die die Gesellschaft einbeziehen.

Günstlinge sind oft schwer zufriedenzustellen. Doch eine Führungskraft, die auch Nicht-Günstlinge an den Tisch einlädt, ist großartig.

Denn große Führungskräfte erweitern den Tisch.

Kleingeistige Politiker verengen den Tisch.

Das bedeutet, den Tisch zu erweitern.

Der Staat gehört der gesamten Nation, nicht nur einer Gruppe.

Und jeder hat einen Platz an diesem Tisch.

Ein Land, in dem diejenigen gewinnen, die es verdienen, nicht diejenigen mit Beziehungen … Das ist wahre Gerechtigkeit.

Çetin Ay

Präsident der BWA